Die Verwaltung meiner Fotosammlung

Es war etwa im Jahre 2001 als ich von einem Arbeitskollegen einige Cartoons als GIF-Dateien bekommen habe. Natürlich wollte ich diese auch meiner Frau zeigen und schnell merkte ich, dass es nicht unbedingt übersichtlich und einfach ist selbst eine kleine Menge an Bilder zu überschauen. Eine Lösung musste bei!

Die auf die schnelle einfachste Lösung schienen html-Seuten zu sein. Die Seiten sollten natürlich untereinander verlinkt sein, so dass man durch die Bilder blättern kann. Das funktionierte soweit auch ganz gut. Recht bald hat es mir dann keinen Spaß mehr gemacht die einzelnen Seiten zu erstellen wenn man von irgend woher  ein Bild bekommen hat. Auch gab es wieder eine sehr einfache Lösung, ein kleines Skript das die HTML-Seiten um die Bilder baut. Prima, jedes JPG und jedes GIF auf meinem Rechner bekam also eine eigene HTML-Seite. Zu dem Damaligen Zeitpunkt habe ich noch lange nicht an Digitalfotografie gedacht, ja ich hatte schon mal davon gehört, aber das war viel zu teuer und nicht wirklich besser als der gute alte Kodak Color Gold Film. Schnell stellte sich heraus, dass auch ein Verzeichnis voll mit HTML-Dateien jeglichen Inhalts nicht übersichtlich ist. Ist ja kein Problem also einfach mehrere Verzeichnisse anlegen und den Verzeichnissen halbwegs verständliche Namen gaben. Die Idee war einfach, es gibt Bilder die liegen in einem Album und die Alben stehen so zusagen in einem Regal dem Albensammelordner. So hatte ich als zwei Ebenen um meine Bilder zu sortieren Albensammelordner -> Alben -> Bilder. Nur mit einem einfachen Perl -Skript war es jetzt nicht mehr wirklich getan.

Auch hierzu hatte ich schnell eine passende Lösung. Ich würde mir einfach eine GUI (grafische Benutzer Oberfläche) in Perl/Tk erstellen und alles wird gut. Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Lösung weder schnell noch gut war. In Perl/Tk eine Benutzeroberfläche zu gestalten ist wie der Kampf gegen die Gezeiten. Literatur zu dem Thema gibt es nur wenig (ich habe nur ein Buch dazu gefunden) und das Ergebnis sieht nur sehr selten auch nur halbwegs so aus wie man es sich zu Anfang vorgestellt hatte. Aber wenn man ein ganzes Wochenende nur mit der Anordnung einiger weniger Bedienelemente auf einer Registerseite zugebracht hat ist man kompromissbereit. Erschwerend kommt hinzu, dass Perl selbst kontextsensitiv ist. d.h. die Syntax von Perl verhält sich nicht immer gleich, ja nach dem in welchen Zusammenhang etwas programmiert wird muss man es unter Umständen ganz anders angehen. Der eine oder andere mag das gut und innovativ finden ich finde es einfach nur verwirrend, mir ist da eine klar strukturierte Sprache wie C lieber.

Aber ich hatte mich für Perl/Tk entschieden, also wollte ich auch dabei bleiben und evtl. ist es ja nur eine Gewohnheitssache. Im laufe der Jahre sind weite kleine Funktionen hinzugekommen, wie zum Beispiel das Auswerten der Exif-Tag aus den Bildern. So kann man prima sehen mit welchen Einstellungen man eine Aufnahme gemacht hat ohne sich Notizen machen zu müssen. Aber auch so Dinge wie eine Datensicherung auf DVD bzw. auf externe Festplatten ist huinzu gekommen. Aber nach neun Jahren Gebastel hier Gebastel da und jegliches fehlen einer Programmdokumentation ist es eigentlich an der Zeit das Programm mal zu überarbeiten. Aber es funktioniert doch und solange ich nicht weiter neue Funktionalitäten dazu Entwickeln will ist doch alles gut.

Bildschirmfoto von FAM1Die Zusammenfassung aller Artikel zum Thema FAM:
FAM – Fotoalbenmanager

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