Foto des Monats: Dezember 2011 – „Alleine in der Nacht“

Alleine in der Nacht

Alleine in der Nacht.

Alleine in der Nacht. (Zum Vergrößern klicken)

Auf dieses Foto bin ich besonders stolz, sicher nicht zuletzt weil es kein Schnappschuss ist und es mich schon ein wenig Vorbereitung gekostet hat bis es, wenn auch erst beim zweiten Anlauf, so geworden ist wie ich es mir in meinen Gedanken vorgestellt habe.

Angefangen hat es mit dem Wunsch mal wieder in unserer Altstadt in Oberursel ein wenig Spazieren zu gehen und dabei zu fotografieren. Im Vorfeld hatte ich mir dann natürlich schon Gedanken gemacht was interessant sein könnte. In Erinnerung hatte ich dabei diese Straße an der Herrenmühle ein schöne lange Straße am Rande der Altstadt direkt neben der Bleiche. Also fuhren wir am 11. Dezember runter zur Bleiche, früher wurden dort die in Oberursel Produzierten Stoffe und Tücher gewaschen und gebleicht, daher der Name Bleiche, heute ist dort ein kleiner Parkplatz und zur Weihnachtszeit werden dort Weihnachtsbäume verkauft. Also haben wir bei der Gelegenheit unseren Weihnachtsbaum besorgt und sind dann spazieren gegangen. Zuerst bin ich natürlich am Altstadtrand zu der Straße die ich da im Kopf hatte. Mal sehen wie es da genau aussieht. Es war noch hell und viel Betrieb, die Stimmung noch nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. Natürlich schon mal ein Bild so zum Testen gemacht. Aber jetzt stand es für mich fest, da muss ich wieder hin wenn es dunkel ist und die Laternen an sind, am besten nach einem Regen wenn das Kopfsteinpflaster noch nass ist. Am besten mit dem 50mm 1:1.7 den Fokus ganz nah und die Straße dann bei offener Blende schön unscharf auslaufen lassen.

Gesagt getan am 17. Dezember, nach einem Besuch bei meinen Eltern, wieder auf die Bleiche, es ist dunkel und die Straßenlaternen sind eingeschaltet, alles bestens. Stativ aufgebaut Blende auf und gib ihm. Der totale Gelbstich, macht nichts in Schwarz/Weiß kommt das ohnehin besser. Zu Hause dann die Bilder angesehen. Das mit der Blende ganz auf war dann doch etwas zu viel des Guten die Schärfentiefe endete dann doch etwas zu früh und irgendwie leer wirkte es dann auch. Also muss ich da noch einmal hin. Nur hat es dann die nächsten Tage entweder Abends geregnet oder es lag Schnee, es war der Wurm drin. Das war evtl. aber auch gut so, denn dann hatte ich die richtige Idee es muss noch ein Mensch mit ins Bild; zum Glück bin ich verheiratet.

Am 24. Dezember dann endlich die optimalen Bedingungen, ich hatte Zeit, es hatte Mittags geregnet und war dann gegen Abend trocken und der Schnee geschmolzen. Also wieder ab zur Bleiche. Das Stativ aufgebaut, die Frau an der richtigen Stelle platziert und diesmal Blende 2.2. Jetzt sieht das Bild aus wie ich es mir vorgestellt hatte, ob es schön ist, ist Geschmackssache, mir gefällt es sehr!

Siehe auch: Foto des Monats

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15 Kommentare zu “Foto des Monats: Dezember 2011 – „Alleine in der Nacht“

  1. Ein interessantes Bild. Und man merkt, dass Du Dir bei der Gestaltung viele Gedanken gemacht hast. Mauer und Hauswand führen den Blick nicht nur schön in die Tiefe, sondern direkt auf das Hauptobjekt des Bildes hin, den unter den Straßenlaternen stehenden / gehenden Menschen, der scheinbar einsam und relativ bedrückt seinen weg zu gehen scheint.
    Schöne Idee, toll umgesetzt.
    LG Michel

  2. paleica sagt:

    ich finde die mühe für das foto hat sich gelohnt. eine sehr schöne nachtaufnahme mit einem wunderbaren schärfeverlauf!

  3. Es ist immer sehr interessant wissen wie man an ein Bild kommt. Und du hast viel gearbeitet um solches Bild zu machen. Aber es ist gut, eindrucksvoll, es könnte ein Buch-deckel sein und man kann seine eigene Gesichte sich vorstellen. Bravo e grazie“
    robert
    PS: es ist immer schön wenn man mit seinem Frau fotografieren kann 🙂

  4. DerTitel „Allein in der Nacht“ trifft auch auf mich zu. Im Herbst bis Frühjahr ist es auf und von der Arbeit tief schwarz und ruhig. Mir gefallen die harmonischen schwarz – grauen Töne, die „Landschaft“ der Altstadt wirkt verträumt mittelalterlich.

    • oteske sagt:

      Hallo maldrueberreden,
      vielen Dank für den netten Kommentar, dass hat moch sehr gefreut. Ich denke jede Zeit hat ihren Reiz immer nur eine Frage was man draus macht.
      Gruß
      Oli

  5. Sarah sagt:

    Das ist wirklich ein wunder-volles Foto! Dafür hat sich der Aufwand durchaus gelohnt. Es wirkt fast ein wenig, wie aus einem anderen Jahrhundert und doch zeitlos…..

  6. Der Grund ist, dass das “Damenprogramm” bei einem Staatsbesuch bei einem Mann ausgesprochen deplatziert wirkt.

  7. ullli23 sagt:

    Ist der Titel eine Anspielung auf die „die Ärzte“?

    • oteske sagt:

      Hallo Ulli,
      also eine Ansieleung auf irgend welche Ärzte sollte es nicht sein, sorry wüsste aber auch nicht auf welche Ärzte. Ich denke da mehr so an „der dritte Mann“ oder so etwas
      Gruß
      Oli.

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